Ergebnisse |
zum Vergleich: 1999 - 2003 |
| Zum Stichtag 30.06.2002 wurden von den Ordnungsbehörden der
Städte und Gemeinden insgesamt 21 163 Personen in NRW als behördlich
untergebrachte Obdachlose gemeldet. Damit liegt die Veränderungsrate
gegenüber dem Vorjahr erstmals seit fünf Jahren mit -8,2 %
wieder unter 10 %. Gleichwohl hat sich die Zahl der obdachlosen Personen
seit 1997 mehr als halbiert. Der Erfolg der Präventivmaßnahmen
der Kommunen und des Landes lässt sich an diesen Zahlen messen. Die Kennziffer „Obdachlose je 1 000 Einwohner” betrug im Berichtsjahr 1,2 Personen (2000: 1,4 Personen; 2001: 1,3 Personen). Die Zahl der obdachlosen Haushalte ging von 11 768 zum 30.06.2001 auf 11 246 (-4,4 %) zum 30.06.2002 zurück. Mit einem Rückgang von unter einem Prozent haben die Einpersonenhaushalte die geringste Veränderung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Sie bilden aber mit einem Anteil von 59,1 % weiterhin die stärkste Gruppe der obdachlosen Haushalte insgesamt. Die Zahl der jungen Ehepaare nahm um 33 (13,5 %) ab, die der kinderreichen Familien um 128 (14,5 %) und die der alten Ehepaare um 31 (16,9 %). Bei den Mehrpersonenhaushalten ist der Anteil der „sonstigen” auf 31,0 % (2001: 32,0 %) gesunken. Erfreulich ist, dass die Zahl der sonstigen Mehrpersonenhaushalte mit 3 488 um 379 oder 7,4 %unter der des Vorjahres liegt. Insgesamt nahm die Zahl der Mehrpersonenhaushalte um 471 (9,3 %) ab. |
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| Haushaltstyp | Obdachlose Haushalte | |||||
| 30.06.2001 | 30.06.2002 | Veränderung 30.06.2002 gegenüber 30.06.2001 |
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| Anzahl | % | |||||
| Mehrpersonenhaushalte | 5 076 | 4 605 | -9,3 | |||
| davon | ||||||
| junge Ehepaare | 244 | 211 | -13,5 | |||
| kinderreiche Familien | 881 | 753 | -14,5 | |||
| alte Ehepaare | 184 | 153 | -16,9 | |||
| sonstige Mehrpersonenhaushalte | 3 767 | 3 488 | -7,4 | |||
| Einpersonenhaushalte | 6 692 | 6 641 | -0,8 | |||
| Insgesamt | 11 768 | 11 246 | -4,4 | |||
| Haushaltstyp | Ursache der Obdachlosigkeit | |||||||||||
| fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzugs oder mietwidrigen Verhaltens |
fristgerechte Kündigung | sonstige Umstände | ||||||||||
| Anzahl | % | Anzahl | % | Anzahl | % | |||||||
| Mehrpersonenhaushalte | 3 702 | 80,4 | 513 | 11,1 | 390 | 8,5 | ||||||
| davon | ||||||||||||
| junge Ehepaare | 152 | 72,0 | 39 | 18,5 | 20 | 9,5 | ||||||
| kinderreiche Familien | 565 | 75,0 | 106 | 14,1 | 82 | 10,9 | ||||||
| alte Ehepaare | 117 | 76,5 | 27 | 17,6 | 9 | 5,9 | ||||||
| sonstige Mehrpersonenhaushalte | 2 868 | 82,2 | 341 | 9,8 | 279 | 8,0 | ||||||
| Einpersonenhaushalte | 4 217 | 63,5 | 1 447 | 21,8 | 977 | 14,7 | ||||||
| Insgesamt | 7 919 | 70,4 | 1 960 | 17,4 | 1 367 | 12,2 | ||||||
| Auch im Jahre 2002 wurden Haushalte überwiegend (7 919 oder
70,4 %) durch Zahlungsverzug bzw. mietwidriges Verhalten obdachlos.
Aufgrund einer fristgerechten Kündigung verloren 1 960 oder 17,4 %
der Haushalte ihre Unterkunft und durch sonstige Umstände (z.B. Zerstörung
der Wohnung durch Unglücksfälle, Eigenbedarf oder behördliche
Maßnahmen) 1 367 oder 12,2 %. Die Unterbringung erfolgte bei 80,6 % aller Haushalte in Unterkünften besserer Qualität, in denen je Person durchschnittlich etwa 20 m² Wohnfläche zur Verfügung standen. Die Bemühungen obdachlose Haushalte möglichst schnell wieder in ein normales Wohnverhältnis zu bringen, lassen sich auch an der Dauer der Unterbringung ablesen. Nur noch 52,2 % aller Haushalte waren länger als zwei Jahre ordnungsbehördlich untergebracht. Überwiegend verweilten Obdachlose in Normalwohnungen (61,2 %) und in Unterkünften besserer Qualität (51,5 %) länger als zwei Jahre. In Unterkünften einfachster Art waren 50,0 % der Haushalte länger als zwei Jahre behördlich untergebracht. |
| Zeichenerklärung | |
|---|---|
| (nach DIN 55 301) | |
| 0 | weniger als die Hälfte von 1 in der letzten besetzten Stelle, jedoch mehr als nichts |
| - | nichts vorhanden (genau null) |
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